Arthur H. Duffner
Fragt man einen heimatkundlich interessierten Furtwanger nach Arthur Duffner stößt man sofort auf großes Schweigen. Duffner ist, sieht man von seinem Einfluß auf die Furtwanger Hirschmontag ab, praktisch unbekannt. Sein Gedicht zum Hirsenmontag im Rahmen seines Bandes „Schwarzwälder Leben“ gilt quasi als Geburtsurkunde des Furtwanger Hirschmontags am Raben.
Von Duffner ist der Band zum Schwarzwälder Leben bekannt: Im Jahre 1900 gab er eine Reihe von Gedichten unter diesem Titel in Mundart heraus (Umfang 64 Seiten).
Ein weiteres Werk, was er schon ein Jahr zuvor veröffentlichte, befasste sich mit der „Strohindustrie im badischen Schwarzwald“.
Arthur Duffner (geboren 1869) stammte aus einer gut situierten Familie. Sein Großvater war der Arzt Joseph Benedikt Duffner, ein herausragende Persönlichkeit im Furtwangen der Mitte des 19. Jahrhunderts. Joseph Benedikt war nicht nur Arzt, sondern seit 1860 auch im Handel mit Strohgeflechten tätig. Arthurs Vater Karl Gustav produzierte nach dem Tod seines Vaters (1865) zunächst gemeinsam mit seinem Bruder Oskar Strohhüte (1868). Seit 1872 war er allein für die Firma Jos. Duffner Söhne verantwortlich. Karl Gustav verstarb aber schon früh im Jahre 1895.
Arthurs Bruder war der Gutsbesitzer, Reichs- und Landtagsabgeordnete Josef Duffner. Ob und wie lange beide zusammen noch die Firma betrieben, ist nicht bekannt. Im Jahre 1899 wird Arthur als Inhaber der Firma bezeichnet. Arthur arbeitete noch im Jahre 1900 in der Firma, danach verschwindet die Firma und er selbst auch aus den Archivalien.
Arthur Duffner starb im Jahre 1934.
Literatur
- Zur Firma: Bender, Gerd, Die Strohflechterei im Raum Furtwangen, in Stadtchronik Furtwangen I, 294ff
Quelle
- Manuskript Stadtarchiv Furtwangen 2010.